Vertrauen

Geschrieben von ToM

Als Christen vertrauen wir Gott. Logisch! Aber wie sieht "Vertrauen" in der Praxis aus, und wie äußert sich das in unserem Leben? Es ist leicht zu sagen, dass wir Gott vertrauen wenn das Wasser und die Zeiten gerade ruhig sind, die Sonne scheint und wir nichts auszustehen haben. Aber beweisen muss es sich im Sturm. Ich (Tom) hatte auf unserem Flug nach Österreich eine interessante Erfahrung. Wir saßen in einem brandneuen Flugzeug – darauf konnte die Flugbegleiterin während der obligatorischen Sicherheitseinweisung gar nicht oft genug hinweisen – und ich genoss die Aussicht. Ich dachte über die Schöpfung nach und wie genial und groß unser Schöpfer sein muss. Auf einmal: "Meine Damen und Herren, wie sie sicherlich bemerkt haben, durchqueren wir gerade einige Turbulenzen. Wir möchten Sie bitten angeschnallt auf ihren Plätzen zu bleiben." Na toll! Hoffentlich sind bei diesem brandneuen Flugzeug auch alle Schrauben richtig angezogen. Ich kann nicht wirklich beschreiben was in mir vorging, aber die ganze Situation war, als wollte Gott mich fragen: "Vertraust du Mir?" Und gleichzeitig hatte ich den Eindruck es könnte durchaus "gefährlich" sein an dieser Stelle unüberlegt "Ja!" zu sagen. Was wenn Gott plant das Flugzeug in dieser Welt nicht mehr landen zu lassen? Was also? Vertrau ich ihm?

Ich fing an, Argumente zu sammeln, warum ein Absturz eine schlechte Idee wäre: Unsere Eltern, die ganzen anderen Leute und die vielen Sachen die wir hier auf Erden noch für unseren Herrn tun könnten... Und es war als würde er sagen: "Kannst du alles meine Sorge sein lassen! Vertraust du mir?

Ich hab es an dieser Stelle nicht geschafft zu sagen: "Ja Herr! Dein Wille geschehe!" Ich hab sowas gesagt wie: "Ja du weißt alles und kannst machen was du willst, aber ich wünschte wirklich, du würdest aufhören, so an dem Flugzeug zu rütteln." Und das Flugzeug landet später sicher in Salzburg. Die kurze Unterhaltung beschäftigt mich natürlich weiter. Geniale Lektion! Ich glaube dass Gott mir zeigen wollte, wie tief mein Vertrauen zu ihm reicht und das da noch Wachstumspotential besteht. Nicht nur für solche Situationen, sondern für unseren Alltag mit ihm. Und natürlich wünsche ich mir für das nächste mal, auf diese Frage besser zu antworten. Aber manchmal fällt es uns leichter unser Leben an eine Leine zu hängen als es ganz Gott anzuvertrauen.

Vertraust du ihm dein Leben an?

Liebe Grüße
ToM