Lernen, lernen, lernen, ...

Geschrieben von Ymea

Anfang der Saison schrieb ich diese Begebenheit auf:

Ich hasse es alleine zu essen. Lieber esse ich nichts, als alleine essen zu müssen!

Spring Impact ist so voll, dass schon ohne Lehrer 2 Personen nicht am Tisch Platz haben. Sandra ist das gewöhnt und es macht ihr nichts aus. Ich hab das Gefühl, es wird von mir erwartet, dass ich, als Frau, auch steh oder hinter der Küchentheke sitze. Nur 2 Tage hat es gebraucht, bis ich heute festgestellt habe, dass ich quasi alleine sitze und esse, vom Tisch ausgeschlossen, bei Gesprächen nur zuhören und nicht mit interagieren kann. Das während dem Essen zu realisieren, hat mich traurig gemacht. Sandra dachte, es wäre das Essen was zu scharf für mich ist :-) Währenddessen kamen mir auch Gedanken wie, das es wohl ein Opfer ist, was ich bringen muss. Außerdem dachte ich daran, dass es mehrfach gesegnet wird. Aber vielleicht ist es auch ein selbstsüchtiger Wunsch und ich sollte lernen, das abzugeben. Das 1. Kapitel aus dem Buch "Leben mit Vision" von Rick Warren, welches wir jeden Abend mit den Studenten zusammen lesen, war genau passend dazu - "Es geht nicht um mich"!

Segen durfte ich trotzdem schon bald genießen! Es waren nicht alle Freizeiten ausgebucht und auch die Herbstbibelschule hat noch freie Plätze. So habe ich fast die ganze Zeit die Möglichkeit gehabt mit unseren Gruppen am Tisch zu sitzen. Wie egoistisch mir jetzt meine Gedanken vom April diesen Jahres vorkommen! Ich lerne zur Zeit so viel über mich und merke wie Gott meinen Charakter verändern möchte. Es gefällt mir nicht! So wie es einem Kind nicht gefällt, vom Vater zurecht gewiesen zu werden. Aber natürlich finde ich es gut, wenn ich mal eine Lektion verstanden habe. Nur das daaauert und immer wieder merk ich, dass ich noch so reagiere, wie es Ihm nicht gefällt. Rika (Bordhund) geht es wahrscheinlich ähnlich. Sie möchte ihrem Herrchen gefallen, deshalb lernt sie bei "Sit" zu sitzen und Pfötchen zu geben. Aber es muss kontinuierlich wiederholt werden. Wie oft vergesse ich in kleinen Dingen, so zu leben, wie es Gott gefällt. Deshalb mag ich diesen Vers in Philipper, der mich ermutigt und nicht resignieren lässt, dass ich es eh nie schaffen werde:

"Gott selbst ist ja in euch am Werk und macht euch nicht nur bereit, sondern auch fähig, das zu tun, was Ihm gefällt." Phil. 2,13

ymea