Layna ist da

Geschrieben von ToM

Ja ich weiß es wird höchste Zeit dass wir uns mal wieder melden. Layna ist jetzt 3 Wochen alt und gesund und munter! Wir danken Gott und den vielen Menschen die an uns gedacht und auch ganz praktisch geholfen haben. Es lief alles etwas anders als geplant – besser!

Im April haben wir nach einigen Wochen Vorbereitung die erste Gruppe Studenten an Bord genommen. Ymea war bis Ende Mai mit uns an Bord, dann ist sie nach Volos gezogen. Die kleine evangelische Gemeinde dort, hat ein Zimmer für sie bereit gestellt und ihr beim Einzug geholfen. Inzwischen hatten wir nach ersten Erfahrungen entschieden unser Kind nicht im Krankenhaus in Volos zu entbinden, eine Geburt in der kleinen Wohnung bei der Gemeinde war aber auch nicht möglich. Über eine Freundin aus der Gemeinde haben wir eine Hebamme gefunden, und die Hebamme wusste von einer Familie aus Deutschland die ebenfalls eine Hausgeburt geplant hatten. Ymea hatte einige Fragen und trat mit Laoura in Kontakt, die neben Antworten auch gleich ein Zimmer für uns hatten. Also ist Ymea dann von Volos in der Stadt nach Platanidia, einem kleinen Örtchen 15min von Volos entfernt, gezogen. Theo hat mich inzwischen eine Woche früher als erwartet freigestellt, und so konnten wir uns fast 2 Wochen zusammen in Platanidia auf die Geburt vorbereiten.

Das alles klingt im Rückblick so schön rund. Aber wir hatten etliche Gespräche und Gebete während dieser Zeit. Die Erfahrung im Krankenhaus war für Ymea so abschreckend dass sie, mangels Alternativen, über eine Alleingeburt ernsthaft nachgedacht hat. Bis wir die Hebamme gefunden hatten. Dann die Nachricht dass eine Hausgeburt in dem Zimmer der Gemeinde nicht möglich ist. Wohin? Hotel? Für uns waren die Menschen die ihre Hilfe und einen Platz zum Wohnen und für die Geburt anboten echte Gebetserhörungen!
Am 16.Juni nachts 2 Uhr haben dann die Wehen im 3min Takt eingesetzt. Da Ymea schon vorher einmal Übungswehen hatte, waren wir nicht sicher ob das nur ein weiterer Test ist. Also haben wir noch 3 Stunden gewartet bis wir die Hebamme gerufen haben – ich war vielleicht froh als die ankam! Gegen 8 Uhr kam die zweite Amme (müssen in Griechenland wohl immer zu zweit sein), und etwa viertel vor 9 dann die kleine Layna. Unbeschreiblich.

Wir haben die erste Woche gemeinsam verbracht, Ymea's Eltern kamen zu Besuch, ihr Bruder Lysander kam mit dem Fahrrad vorbei. (Er ist unterwegs zum Nordkap und - ja er weiß dass Griechenland nicht auf der Strecke liegt.) Dann musste ich zum Boot zurück. Der Abschied war schwer. Vor allem weil ich nicht wusste, dass wir eine Woche darauf schon wieder in Volos anlegen würden. Die Anmeldung hier beim Standesamt war auch noch nicht erledigt, da die Behörden mehr wollten als erwartet. Ich also zurück auf der Encounter die neue Gruppe anlernen, die "Moodys", Studenten vom Moody Bible Institute Chicago. Ymea und die Kleine bleiben in Volos, Ymea's Eltern kümmern sich um die Beiden. Sie helfen auch beim nächsten Umzug – zu Ingrid, eine Schwester aus der Gemeinde in Volos, die sich bereit erklärt hatte Ymea nach der Geburt bei sich aufzunehmen. Es war sehr schön zu erfahren, dass wir mit der Encounter schon nach einer Woche wieder in Volos sein werden, so konnte ich die Beiden besuchen. (War eine sehr lange Woche!)

Zu meiner Überraschung hat Theo noch vorgeschlagen dass ich hier bleiben könne um die restlichen Formalitäten zu erledigen, wir würden uns dann in Patitiri wiedertreffen, bevor die Encounter einen größeren Schlag in den Norden macht. Und so kommt es, dass Layna jetzt nach zweieinhalb Wochen auch amtlich geboren ist, ich Zeit habe einen Artikel zu schreiben und noch eine Woche zusammen mit den Beiden – fast – alleine verbringen konnte, bevor wir morgen (8.7.) alle drei zu Theo, Sandra, den Moodys und Rika auf die Encounter ziehen. Bitte denkt weiterhin an uns in euren Gebeten, vor allem für das Leben an Bord mit jetzt 3 Wochen altem Baby, dass sie gesund bleibt und ihr die Hitze nicht zu sehr zu schaffen macht.

Wir wollen uns ganz herzlich bei allen bedanken die an uns gedacht und für uns gebetet haben! Es ist alles ganz wunderbar verlaufen. Danke auch an alle die uns, teilweise regelmäßig, finanziell unterstützen! Danke an unsere Eltern und Geschwister für Gebet, Rat, Büroarbeit, Versanddienstleistungen und eure Liebe. Danke an Ymea's Eltern und Ly dass sie uns besucht und Ymea geholfen haben als ich nicht da war, danke für die spannende Taxifahrt! Danke Theo und Sandra fürs Gebet und die mehr Arbeit ohne uns. Danke Joseph – durch deinen freiwilligen Einsatz war es möglich, dass ich fast 4 Wochen entbehrlich war, und danke fürs Fender putzen! Danke der Gemeinde in Volos. Besonders Meletis und Angela für die erste Wohnung und die Hilfe bei allem drumherum. Janna, die viel Zeit für Ymea hatte und ihr Gesellschaft geleistet hat als sie alleine in Volos war. Nicki für die Begleitung zu den Krankenhausterminen zum übersetzen, die Kontakte und die Gesellschaft. Dank an Vassily und Laoura für das Zimmer, die Hilfe beim Einzug, Einkauf und eure Freundlichkeit. Danke den Ammen Alice und Popi. Danke an Dimitris und Ingrid für die Gastfreundschaft, das Kochen und Taxifahren und die Hilfe mit den Behörden. Danke Miri für die Behördengänge in Stuttgart für uns! Die Liste kann nicht vollständig sein... vielleicht schreibt auch Ymea später noch mehr dazu. Danke lieber Vater im Himmel! Danke dass wir wieder einmal erleben durften, dass Vertrauen in dich nicht enttäuscht wird!

Man sieht sich
ToM